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Wanderer zwischen den Welten

Statt Wehrdienst ging ich zu den Zisterziensern. Das war damals kaum weniger hart. Versäumt habe ich nichts dabei, im Gegenteil! Manches daraus ist zeitlos und interreligiös gültig, kann Lebenshilfe bieten. Den kirchlichen Anspruch „Stand der Vollkommenheit“ freilich entzaubert die erlittene Wirklichkeit.

 ♦ Von dieser heute zum Teil versunkenen Welt „mittendrin“ mehr: → Westerwälder im Eifelkloster. Porträt eines Mönchs  ◊ → Mönch als Plaudertasche. Cäsarius von Heisterbach
 
Psalm 38, Vers 13, nahm ich persönlich. Noch heute bin ich „unterwegs“. Als „Wanderer zwischen Welten“ erlebe ich

  1. den Wechsel der Szenen und Empfindungen, 
  2. die Spannung zwischen Wollen und Können,
  3. die Sehnsucht nach Versöhnung der Gegensätze.

♦  „und mittendrin“ mehr:  → Ausreißer und Auswanderer. Wenn’s eng wird im Westerwald ◊ → Glücksritter und Pechvögel. Fahrende Musikanten, Vagabunden, Aussiedler; ─  zum Wandern mehr: Wandern 2000. Hg.: Dt. Gebirgs- u. Wandervereine. Kassel 2000, S. 22-23 – Jahresheft DNR. Bonn 2000, S. 8-9.

Auf den Spuren Ottos von Freising († 1158) kam ich erstmals nach Frankreich. Als letzter lebender Teilnehmer der Ausgrabungen (1963) bin ich insbesondere Burgund als Ursprung der reformerischen Jugendbewegung des 12. Jarhunderts eng verbunden geblieben. 

♦ mehr: CistC. 102, 3, 1995, S. 31-34 – Schriften Europ. Begegnungsstätte Kamp 2015

Otto arbeitete sich ab am Gegensatz zwischen dem himmlischen und irdischen Bereich (De duabus civitatibus) – im Grunde an der Spannung zwischen Norm und Realität, die uns allenthalben zu schaffen macht.